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FAQ zum Landeswahlkompass

Landeswahlkompass Niedersachsen 2017  

Was ist der Landeswahlkompass?
Beim Wahlkompass handelt es sich um eine digitale Wahlhilfe, die es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen soll, sich selbst im politischen Raum zu verorten und dabei ihre politische Nähe zu Parteien zu ermitteln. Dies soll ihnen die Entscheidung am Wahltag erleichtern - jedoch keine Wahlempfehlung aussprechen.

Wer sind die Kooperationspartner der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung?
Die Agentur Kieskompas entwickelt seit über zwölf Jahren Wahlhilfen und hat in Deutschland bereits in Zusammenarbeit mit renommierten Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftlern Wahlhilfen zur Europawahl 2009 und 2014 sowie zur Bundestagswahl 2013 und 2017 den Bundeswahlkompass betreut. Prof. Dr. Markus Tepe ist Professor für Politikwissenschaft, insbesondere Politisches System Deutschlands, an der Universität Oldenburg und Leiter des Oldenburger Labors für experimentelle Sozialforschung (OLExS). Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Policy-Analyse und der Wahl- und Entscheidungsforschung. Dank der Zusammenarbeit der niedersächsischen Forscherinnen und Forschern mit Kieskompas kann eine qualitativ hochwertige Online-Wahlhilfe für die kommende niedersächsische Landtagswahl angeboten werden.

Wann und wo kann ich den Landeswahlkompass finden?
Der Landeswahlkompass steht ab dem 28.09.2017 online direkt auf der Webseite der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung und unter folgender URL zur Verfügung:
https://niedersachsen.landeswahlkompass.de.
Der Wahlkompass kann bis zum 15.10.2017 genutzt werden.

Wie funktioniert der Landeswahlkompass?
Der Landeswahlkompass befragt die Nutzerinnen und Nutzer zu circa 30 politisch relevanten Statements, für die sie den Grad der Zustimmung oder Ablehnung angeben können. Hierzu steht eine fünfstufige Skala zur Verfügung, die sich von „stimme überhaupt nicht zu" bis zu „stimme vollkommen zu" erstreckt. Mithilfe der Kategorie „keine Meinung" hat die Nutzerin oder der Nutzer ebenso die Möglichkeit anzugeben, dass sie oder er zu der einer Aussage keine Position besitzt. Auf der Basis der Antworten wird die Position innerhalb der politischen Landschaft errechnet. Zudem sehen die Nutzerinnen und Nutzer auch die Positionen der Parteien.

Wo finde ich den Bundeswahlkompass?
https://www.bundeswahlkompass.de/

Wie funktioniert der Landeswahlkompass?
Der Wahlkompass beruht auf der Bewertung von Thesen. Diese werden auf einer fünfstufigen Skala beurteilt, wodurch die Zustimmung bemessen wird. Diese Beantwortung ermöglicht dann eine Zuordnung auf eine Links-rechts-Achse, sowie auf einer Achse mit den Arbeitstiteln „progressiv" und „konservativ". Die Thesenentwicklung und wissenschaftliche Verankerung erfolgt durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Oldenburg. Die Parteien können ihre Positionierung im Koordinatensystem dahingehend beeinflussen, als dass sie die Thesen ebenfalls beantworten. Dabei ist es notwendig, jede Antwort mit einer öffentlich zugänglichen Quelle, zum Beispiel mit einem Wahlprogramm, zu belegen.

Wie entsteht der Landeswahlkompass?

  • Auf einer fünfstufigen Skala - von „stimme vollkommen zu" bis „stimme überhaupt nicht zu" - geben die Parteien an, inwiefern sie den vorher ausgewählten Aussagen zustimmen oder diese ablehnen.
  • Diese Einstufungen müssen stets auf der Basis eines offiziellen und online verfügbaren Nachweises erfolgen, der die Positionierung rechtfertigt. Dieser Nachweis ist im Idealfall das aktuelle Wahlprogramm der Partei, eine Mitteilung auf ihrer Website, ein Interview, das Grundsatzprogramm oder ein anderes, autorisiertes Dokument. Diese Nachweise werden in der Online-Wahlhilfe sichtbar sein.
  • Für die Bearbeitung der Fragen haben die Parteien eine Woche Zeit. Wenn die Parteien die Anfrage nicht beantworten, können sie im Wahlkompass leider nicht berücksichtigt werden.
  • Das wissenschaftliche Team überprüft die Selbsteinordnungen auf Basis der Nachweise und setzt sich mit den Parteien in Verbindung, wenn die Einordnung aus Sicht des wissenschaftlichen Teams nicht zu rechtfertigen ist. Wichtig dabei ist: Die Parteien haben das letzte Wort, solange sie ihre Einordnung belegen können.

Was passiert mit meinen Daten?
Der Wahlkompass kann auch genutzt werden, ohne dass Daten abgespeichert werden. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass die Nutzerinnen und Nutzer uns erlauben, ihre Antworten für wissenschaftliche Forschungszwecke abzuspeichern. Dies geschieht natürlich völlig anonym. Wir stellen die Daten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihre Forschungsprojekte zur Verfügung. Auch das Team des Wahlkompasses führt Analysen der Daten durch und veröffentlicht die Analyseergebnisse in den Medien. Die Forschungsergebnisse werden auch im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen der niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung dargestellt.

Wer steht hinter dem Landeswahlkompass?

Der Landeswahlkompass wird von der niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg und der niederländischen Agentur Kieskompass erstellt.

Der Wahlkompass ist vollständig überparteilich? Warum kommen manche Parteien nicht vor?
Alle Parteien, die bei der Landeswahlleitung ihre Absicht zur Wahlteilnahme angezeigt haben, werden aufgefordert, ihre Positionen anzugeben. Wenn eine Partei nicht zugelassen wurde oder nicht geantwortet hat, kann sie leider nicht berücksichtigt werden.

Ich möchte noch mehr über die Landtagswahlen wissen. Wo kann ich mich informieren?
Die niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung stellt auf ihrer Interseite und in ihren Social Media-Kanälen laufend neue Informationen rund um das Thema Wahlen und Wählen zur Verfügung. Weitere Informationen bieten auch die Bundeszentrale für politische Bildung sowie die Landeswahlleitung.
Artikel-Informationen

28.09.2017

Ansprechpartner/in:
Daniela Kallinich

Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung
Georgsplatz 18/19
30159 Hannover
Tel: 0511 1207503

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